Sie sind hier:Home // Artikel// Kompaniefest

Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: Kompaniefest

Freitag, 25 Mai 2018 11:35

Das erste Mal

Das erste Mal!

Ich war schon ganz schön aufgeregt, als der besondere Tag immer näher rückte. Wir hatten oft darüber geredet wie es wohl sein werde.

An besagtem Tag stand ich nun vor dem Spiegel und musste feststellen, dass ausgerechnet heute meine Augen besonders dick geschwollen waren, und anstatt zwei Kilo weniger zeigte die Waage zwei Kilo mehr an. Fazit: Ich gehe nicht - ich sehe scheiße aus und habe nichts anzuziehen.

Natürlich ging ich. Der Saal war schon gut besucht als wir endlich eintrafen. Die Stimmung war gut - alles bestens. Nachdem alle Gäste begrüßt und die Pfänder verliehen waren, war es endlich so weit.

Der große Augenblick war gekommen.

Endlich - endlich bekam ich sie - die Krone - die langersehnte Krone.

Und was soll ich sagen: Es hat gar nicht wehgetan.

Eure Königin Gabi II.

Publiziert in Kompaniefeste
Freitag, 25 Mai 2018 11:29

Sodom und Camorra

Sodom und Camorra - Ein Fest aus der Sicht eines scheidenden Königs

Es ist Samstagabend, 19:35 Uhr in Urdenbach. Meine bezaubernde Königin hat sich nach ein Paar Überlegungen für eine leger-elegante Version der Garderobe entschieden, die Kinder sind für den Abend versorgt und wir kommen fast trockenen Fußes im Traditionlokal an. Noch ein kurzer Blick, ob wir denn richtig sind, denn es ist absolut leer.

Ah, hinten durch sind sie alle. Ja wirklich alle: die Wildschützen fast vollständig, das Königspaar und die Prinzessin mit Gefolgschaft, die anderen Kompanien aus dem Dorf und die Kumpels aus Himmelgeist. Sogar der neue König ist schon da; er kann´s wohl nicht mehr abwarten. Wenn das alles kein schöner Empfang ist!!

Ein Schützenjahr als König wird gleich enden, dass ist ein Grund noch mal zu feiern. Noch mehr Bedeutung hat so ein Abend natürlich, wenn man den Thron besteigen darf. Es sei den beiden gegönnt, haben sie doch in einer Art Husarenstreich die Herrschaft übernommen. Wir Vier werden in einer Reihe nebeneinander an den Kopf des Raumes gesetzt. Regieren ist schließlich Arbeit und kein Kaffeeklatsch. Volkesnah wie wir sind halten wir den Kontakt zur Menge.

Der Service im Alt-Urdenbach ist freundlich, unaufdringlich und kompetent, man könnte auch sagen, die beiden rennen um ihr Leben. Das Essen schmeckt vorzüglich, es sind Varianten für jeden Appetit im Angebot. Der Raum ist uns auf Maß geschneidert, mehr Leute passen nicht rein und jede Person weniger würde die Stimmung mindern. Eng ist gemütlich. Willi, der Musiker, hat reichlich Musik aus der Vinylzeit dabei. Seine Assistentin liest, ständig auf der Suche nach neuen Trends.

Wildschütz-like werden die erworbenen Rechte an Körperteilen des Königsvogels vergeben. Eine Analogie zum Film der Pate kommt der Spannung dieser Zeremonie nur Recht. Die erfolgreichen Schützen sind alle samt Mitglieder der Mafiafamilie und werden hier erstmals mit Bild und Nennung ihres Amtes der Öffentlichkeit vorgestellt. Furchteinregende Eindrücke, origenelle Maskeraden und Familienbilder als Beweise, dass auch Mafiosies nur Menschen sind, wechseln sich ab.

Dann ist es doch so weit, wir müssen das prunkvolle Silber weitergeben. Hauptmann Dieter fasst zusammen, wer wir sind und was wir so machen und gemacht haben: richtig, als König waren wir natürlich im Schloss. Wir dürfen die Königin und die Prinzessin noch mal drücken und schon ist alles vorbei. Die Gäste haben tolle Geschenke mitgebracht, die uns das Leben noch einige Abende versüßen werden.

Noch ein paar Bier, kurze und lange Gespräche mit vielen Gästen runden den Abend ab. Danke an die Wildschütz-Kameraden für den schönen Abend.

//  Klemens Görgen

Publiziert in Kompaniefeste
Freitag, 25 Mai 2018 11:27

Die königliche Sicht

Kompaniefest der Wildschützen 2008, die königliche Sicht der Dinge.


Es ist Samstag der 12. April 2008, das Datum ist aus königlicher Perspektive bemerkenswert, da das Fest eigentlich zu einem ganz anderen Zeitpunkt stattfinden sollte. Dann nur ohne neuen König, der hätte aus den Bergen schöne Grüße gesandt.

Um 18:30 Uhr steht die neue Königin vor einem 3,50 m breiten, prall gefüllten Kleiderschrank und hat „nichts anzuziehen“. Wie sich später herausstellt, wird dieses Problem noch gelöst und wir erscheinen zu ersten Mal nach unserer Hochzeit pünktlich zu einem Fest.

19:00 Uhr, viele Wildschützen sind schon da und freuen sich auf die Feier. Schließlich ist schützenmäßig im Frühjahr saure Gurken Zeit. Eine Diskussion über den Anschaffungszeitpunkt der aktuellen Uniform droht die Kompanie zu entzweien. Keiner weiß Rat, Friedel ist nicht da. Das kann ja heiter werden.

20:15 Uhr, heute kein „Wetten dass“ sondern eine ebenso charmante Begrüßung durch Hauptmann Dieter. Fast alle Anwesenden werden persönlich begrüßt und sind auch wirklich sehr nett. Das bestellte Essen trifft allmählich ein, nicht zeitgleich aber dafür entpuppen sich die 500g Spargel auf der Karte nach dem kochen auf gefühlte 750g – schmeckt gut!

20:45 Uhr, Elvis summt: “in the ghetto” – ich finde das Kolpinghaus gar nicht so schlecht. Der Service ist aufmerksam und flitzt für jedes Bier an die Theke. Die Leute zum tanzen zu bringen ist nicht einfach, vielleicht brauchen alle noch ein Paar Bier.

21:00 Uhr, Misstrauen und Panik gehen durch den Raum, es werden alte Fotos rausgekramt und groß an die Wand geworfen. Tolle Idee, unterhaltsam dargeboten und nur für den jeweils Betroffenen peinlich. Es hätte jeden treffen können, aber heute sind nur die Pfänderschützen dran.

22:00 Uhr, meine Angst wird maximal, gleich müssen wir Walzer tanzen. Nach vorne kommen, vor die Regimentskönigin stellen und Huldigungen entgegennehmen. Die Angst legt sich wieder, die Worte sind richtig nett und die Mädels tauschen die Krone. Ein Schluck Sekt rundet den Höhepunkt ab.

23:00 Uhr, die Jungs greifen tief in die Trickkiste der DJ’s und mobilisieren auch den letzten Lahmarsch – die Party kann beginnen.

Ca. 4:00 Uhr, selten so viel getanzt auf einer Party, hat richtig Spaß gemacht.

//  Klemens Görgen

Publiziert in Kompaniefeste
Freitag, 25 Mai 2018 11:25

Kompaniefest 2007

Das Kompaniefest der Wildschützen 2007 - Tradition und Spaß unter einem Dach

Das Jahr ist noch jung und der Kater der Sylvesternacht ist gerade vergangen. Da steht den Wildschützen auch schon wieder der Sinn nach einem großen Fest. Kompaniekönig Frank Ouroulis und seine bezaubernde Manuela rufen ihr (wildes) Volk in den Nachbarort Himmelgeist um sich dort ihrer Königswürde zu entledigen. Carsten Faßbender mit seiner (ebenso bezaubernden) Gattin Ute treten die Herausforderung an, die Wildschützen in 2007 als Königspaar zu repräsentieren.

Nach einigen Jahren intimer, kleiner Kompaniefeste werden in diesem Jahr viele Freunde der Kompanie und hohe Würdenträger des Regimentes eingeladen. Und dieser Einladung sind auch fast alle wohl gelaunt gefolgt. Die Himmelswirtschaft im Haus Krevet hätte für dieses Fest ruhig noch einige Meter größer sein können. Doch Wirt Jan und seine Mannschaft bestechen durch aufmerksamen und freundlichen Service und sorgen für Wohlbefinden auf der ganzen Linie.

Nachdem die Gäste begrüßt und die Tagesordnung verlesen ist, können mit angenehmen Pausen für Speis und Trank, die erfolgreichen Schützen für den Damen und den Herrenvogel der Kompanie geehrt werden. Wieder zeigt sich, dass bei den Wildschützen die Damen die Hosen anhaben, denn sie sind die durchweg besseren Schützen. Rasch wird noch das neue Kompaniekönigspaar auf den Thron gehoben und die erfolgreiche Damenpokal-Gewinnerin Annika Faßbender gekürt (alle aus der gleichen Erfolgssippe), da kann die Party auch schon losgehen. Die DJ's sind zwar hier noch unbekannt, aber wir werden sie gern wieder sehen. Mit der richtigen Mischung aus allen Richtungen der Musik heizen sie dem Partyvolk ein, das wohl keiner mehr sitzen mag. Als die Beiden einpacken ist es schon fast wieder hell draußen.

//  Klemens Görgen

Publiziert in Kompaniefeste
Sie sind hier:Home // Artikel// Kompaniefest
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.